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„Eduard Willis Stiftung für
psychisch Kranke“ gegründet

Mit der
Anerkennung durch die Stiftungsbehörde beim
Regierungspräsidium kann die „Eduard Willis Stiftung
für psychisch Kranke“ mit Sitz in Heilbronn zum 1.06.2011 ihre
Arbeit aufnehmen. Ihr Zweck ist die Förderung von Maßnahmen,
die der Unterstützung von psychisch kranken Menschen dienen.
Sie dürfte damit in der Region die erste Stiftung sein, die sich
vor allem dieser Zielgruppe widmen möchte.
„Die Zahl an psychischen Erkrankungen ist leider ansteigend, und
so nimmt auch der Bedarf an Unterstützung für die betroffenen
Menschen zu. Ein Ende dieser Entwicklung ist nach heutigem Stand nicht
zu erkennen, so dass wir es für gerechtfertigt halten, den
Betroffenen in Form einer Stiftung eine prinzipiell nie endende
Unterstützung zur Seite zu stellen.“, so Dr. Matthias
Michel, Facharzt für Psychiatrie, Ärztlicher Direktor und
Mitglied des Stiftungsrates.
Gegründet wurde die Stiftung vom Weinsberger Hilfsverein auf
Beschluss seiner Mitglieder. Das Stiftungsvermögen stammt aus
einer größeren Erbschaft, die dem Verein zum Wohl psychisch
kranker Menschen zugeflossen ist. Die Namensgebung geht auf Eduard
Willis zurück, Gründungsmitglied und langjähriger
Geschäftsführer des Hilfsvereins, der am 15.02.2011
verstorben ist. Stiftungserrichtung und Namensgebung waren mit ihm noch
zu Lebzeiten abgestimmt worden.
Eduard Willis hat sich zeit seines langen Berufslebens für die
Belange von psychisch kranken Menschen eingesetzt und wichtige
Verbesserungen auf regionaler, Landes- und Bundesebene mit gestaltet.
Insofern steht sein Name für das Anliegen der Stiftung, zum Wohle
der Betroffenen zu wirken. „Im Kanon der Schicksale
genießen psychische Erkrankungen leider immer noch nicht die
Aufmerksamkeit und die Zuwendung, die ihnen gebührt. Psychisch
Kranke haben nach wie vor keine große Lobby. Und das, obwohl es
prinzipiell jeden treffen kann. Vielleicht aber auch gerade deswegen
und der Furcht vor dem schwer Verständlichen. Dabei sind
psychische Erkrankungen inzwischen gut behandelbar und viele
Verbesserungen erzielt worden.“ so Dr. Michel.
Die Stiftungsgründer hoffen auf Nachahmer, sei es in Form von
Spenden oder als Zustiftungen zum Stiftungskapital. Die Stiftung ist
als gemeinnützig anerkannt, so dass die damit verbundenen
steuerlichen Vorteile in Anspruch genommen werden können. Kontakt
erhält man über 07131 797920 oder im Internet unter
www.hilfsverein.org.
Weinsberger Hilfsverein ging vor mehr als drei
Jahrzehnten aus dem
Psychiatrischen Landeskrankenhaus Weinsberg hervor, dem heutigen
Klinikum am Weissenhof.
Das Angebotsspektrum erweiterte sich mit dem Entstehen einer Reihe von
Diensten in der Trägerschaft des Weinsberger Hilfsvereins
ebenso wie mit der Initiierung von
organisatorisch selbständigen Einrichtungen.
Die Hilfsangebote des Weinsberger Hilfsvereins zielen auf die
Stabilisierung nach einem Klinikaufenthalt oder die
Unterstützung bei chronischer
Erkrankung.
Weitere Schwerpunkte sind die Beratung von behinderten Menschen und
deren Vermittlung
in geeignete Arbeitsstellen sowie die Stabilisierung von bestehenden
Beschäftigungsverhältnissen.
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